Feuerbacher Harry
Feuerbacher Harry

Das Kriegsende und  Wiederaufbau Stuttgarts chronologisch.

April 1945

 

19. April: Die letzten Züge verlassen Stuttgart.

21. April: Morgens werden noch 12 Brücken gesprengt, abends die Untertürkheimer Wehrbrücke. Nur der Berger Steg ist noch intakt. Französische Truppen marschieren ein.

22. April: Um 11:00 Uhr übergibt Oberbürgermeister Strölin die Stadt dem Französischen General Schwartz.

23. April: Arnulf Klett wird vom Französischen General als Oberbürgermeister eingesetzt und wird am 25. April ins Amt eingeführt.

 

Mai 1945

 

8. Mai: Es findet eine nächtliche Siegesfeier der französischen Besatzer anläßlich der deutschen Kapitulation statt.

9. Mai: Amerikanische Pioniere stellen die Rosensteinbehelfsbrücke fertig.

11. Mai: Verschiedene Strassenbahnlinien fahren wieder.

19. Mai: Große Parade der Besatzungstruppen am Wilhelmspalais.

29. Mai: Oberbürgermeister Klett ruft zur Trümmerbeseitigung auf.

 

Juni 1945

 

3. Juni: Radio Stuttgart sendet zu gewissen Stunden auf Welle 523.

23. Juni: Erste Vorortzüge nach Ludwigsburg verkehren wieder.

24. Juni: Erster Gottesdienst in der Markuskirche.

 

Juli 1945

 

5. Juli: Einführung von Passierscheinen zum Verlassen des Stadtgebietes.

7. Juli: Die französischen Besatzungstruppen verlassen Stuttgart.

8: Juli: Um 12:00 Uhr geht Stuttgart offiziell an die amerikanische Militärregierung.

 

August 1945

 

3. August: Die erste Nummer der Stuttgarter Stimme wird herausgegeben.

4. August: Erste Schauspielaufführung im Staatstheater.

10. August: Gründung einer Kommission zum Erhalt und der Wiederherstellung von Kunstschätzen.

12. August: Erste Gewerkschaftsversammlung seit 12 Jahren.

13. August: Die Bahnstrecke Stuttgart-Bad Cannstatt-Esslingen wird wieder eröffnet. An der Rosensteinbrücke mußte man umsteigen.

20. August: Der Postverkehr im Württemberg-Baden wird wieder aufgenommen.

23. August: Zuzugsverbot nach Stuttgart für Menschen, die am 11.08.1945 nicht ständig in Stuttgart wohnten.

29. August: Der Fernsprechverkehr in der amerikanischen Zone Württemberg wird wieder aufgenommen; die Passierscheine fallen weg.

 

September 1945

 

15. September: General Dawson stimmt zu, dass Beiräte in den Gemeinden gebildet werden können.

18: September: Die erste Nummer der Stuttgarter Zeitung kommt heraus.

 

Oktober 1945

 

1. Oktober: Die Volks-, Haupt- und Mittelschulen nehmen den Unterricht wieder auf.

10. Oktober: Der Fußgängersteg in Münster wird fertiggestellt. Die Behelfsbrücke neben der zerstörten Wilhelmsbrücke in Bad Cannstatt wird fertiggestellt.

23. Oktober: Die Stadt beschlagnahmt die Trümmer der zerstörten Gebäude.

 

November 1945

 

5. November: Wiedereröffnung der Stuttgarter Wertpapierbörse.

10. November: Wiederaufstellung des Schillerdenkmals auf dem Schillerplatz.

17. November: 4 Wochen Trümmerbeseitigungseinsatz ehemaliger Mitglieder der NSDAP.

19. November: Eröffnung der städtischen Wärmstuben.

 

Dezember 1945

 

6. Dezember: Das Dampfkraftwerk Münster nimmt die Stromerzeugung wieder auf.

8. Dezember: Die Daimlereisenbahnbehelfsbrücke wird in Betrieb genommen.

 

Januar 1946

 

7. Januar: Die Gasversorgung in einigen Vororten wird wieder aufgenommen.

26. Januar: Für 372.000 Einwohner stehen mittlerweile wieder 195.000 bewohnbare Räume zur Verfügung.

 

 Februar 1946

 

Die Dach- und Bühnenkammern und die Souterrainräume werden zu Wohnzwecken erfasst.

 

März 1946

 

23. März: Hunderte Frauen aus Sonnenberg demonstrieren gegen die Beschlagnahme ihrer Wohnungen.

27. März: Brauverbot für Gerste wegen ungünstiger Ernteaussichten.

29. März: General Clay gibt bekannt, dass die Lebensmittelrationen ab 1. April auf 1.275 Kalorien gekürzt werden.

 

April 1946

 

1. April: Kürzung der Brotrationen von 9.600 auf 6.400 Gramm.

14. April: Die Sommerzeit um 1 Stunde vorverlegt wird eingeführt.

 

Mai 1946

 

4. Mai: Die Zentrale für den Aufbau der Stadt Stuttgart, ZAS, wird gegründet.

27. Mai: Kürzung der Brotration von 6.400 auf 4.000 Gramm.

31. Mai: Richtfest des Gitterstegs zwischen Mühlhausen und Hofen.

 

Juni 1946

 

6. Juni: Fertigsstellung der Rosensteineisenbahnbrücke.

17. Juni: Der Eisenbahnverkehr zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt ist wieder durchgängig.

26. Juni: Der VfB wird mit 1:0 Süddeutscher Fußballmeister gegen den 1. FC Nürnberg.

 

Juli 1946

 

31. Juli: Einweihung der Neckarbrücke in Obertürkheim.

Schlechter Ernährungszustand bei 34.500 untersuchten Schulkindern.

 

August 1946

 

17. August: Oberhalb der zerstörten König-Karl-Brücke wird eine Behelfsbrücke in Betrieb genommen. Dadurch kann die Strassenbahn wieder nach Bad Cannstatt rechts des Neckars fahren.

22. August: Ganz Stuttgart wird wieder mit Gas versorgt.

 

September 1946

 

2. September: Beginn der Verteilung von Care Paketen.

12. September: Wegen Reifenmangel kommt es zu Einschränkungen im Strassenverkehr.

16. September: 46.000 Schüler zwischen 12 und 15 Jahren erhalten ein Schülerfrühstück.

 

Oktober 1946

 

1. Oktober: Eröffnung des Tiergarten in der Wilhelma.

30. Oktober: Bei einer Volkszählung werden 405.865 Einwohner ermittelt, davon 224.077 Frauen.

 

November 1946

 

4. November: 10.000 Schüler erhalten durch die Cralog Schulspeisung mit 400 Kalorien täglich.

15. November: Die Bauern werden zur Kartoffelablieferung aufgerufen.

 

Dezember 1946

 

23.-31. Dezember: Die städtischen Ämter schließen zur Einsparung von Strom und Gas.

28. Dezember: Das Gesundheitsamt berichtet über ungünstiges Bild vom Gesundheitszustand der Stuttgarter.

 

Januar 1947

 

2. - 29. Januar: Wegen Kohlemangel schließen die Bäder. Wegen Kohlemangel gibt es im Januar keinen Schulunterricht. Stromabschaltplan für Industrie, Gewerbe und Haushalte wird ausgegeben. Zu den Theatervorstellungen mußten einige Scheit Holz mitgebracht werden.

 

Februar 1947

 

6. Februar: Wegen des Frosts beschließt der Gemeinderat den allgemeinen Notstand.

7. Februar: Tanzveranstaltungen und Fastnachtslustbarkeiten werden verboten.

9. Februar: Der Gasverbrauch wird auf die Zeit von 17:30 bis 20:30 Uhr beschränkt.

22. Februar: Die Gasentnahme wird auf täglich 4 Stunden ausgeweitet.

 

März 1947

 

10. März: Lockerung der Gasabgabe auf 10 Stunden täglich.

17. März: Aufnahme des normalen Schulunterrichts.

23. März: Die Gasabgabe wird auf 17 Stunden erhöht.

28. März: 4.000 Boscharbeiter streiken wegen der Kürzung von Fett und Fleischzuteilungen.

 

April 1947

 

14. April: Gassperre zwischen 21:00 und 5:00 Uhr.

 

Mai 1947

 

2. Mai: Beginn der allgemeinen Schülerspeisung für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren.

31. Mai: Eröffnung der Ausstellung Baustoffe aus Trümmern auf dem Marstallgelände.

 

Juni 1947

 

17. Juni: Seit Kriegsende sind in Stuttgart 10.000 Wohnungen mit 35.000 Räumen Instand gesetzt worden.

 

Juli 1947

 

August 1947

 

23. August: Stromeinschränkungen wegen der Trockenheit.

 

September 1947

 

15. September: Täglich nehmen 51.200 Schüler an der Hoover Speisung teil.

 

Oktober 1947

 

11. Oktober: Schmalzspende des Schwabenvereins aus Chikago.

 

November 1947

 

Dezember 1947

 

Januar 1948

 

20. Januar: Verbot von Fastnachtslustbarkeiten.

 

Februar 1948

 

3. Februar: Generalsteik wegen der Gewinnsucht der Wirtschaft.

 

März 1948

 

31. März: Die erste Stuttgarter Schuhbörse findet in der Sängerhalle in Untertürkheim statt.

 

April 1948

 

2. April: Das Landwirtschaftsministerium teilt mit, dass es im Mai und Juni kein Fleisch geben wird.

28. April: 21.000 Tonnen argentinisches Gefrierfleisch für die Stuttgarter Bevölkerung trifft ein.

 

Mai 1948

 

1. Mai: Die Gewerkschaft demonstriert auf dem Karlsplatz gegen die Ernährungslage.

14. Mai: Die Boscharbeiter arbeiten bis zur Verbesserung der Versorgungslage nur noch 4 Tage in der Woche.

20. Mai: Gasabgabe Beschränkung wegen Kohlemangel.

 

Juni 1948

 

18. Juni: Bekanntgabe der Bestimmungen der Währungsreform.

20. Juni: Auszahlung der Kopfgeldquote von 40 DM an 465.000 Einwohner.

21. Juni: Aufhebung der Gassperre.

 

Juli 1948

 

August 1948

 

26. August: Aufhebung des Passierscheinzwangs für Reisen in die französische Zone.

 

September 1948

 

6. September: Auszahlung 2. Rate des Kopfgeldes von 20 DM.

25: September: Eröffnung der Landwirtschaftlichen Ausstellung auf dem Wasen.

27. September: Feierliche Einweihung der neuen König-Karl-Brücke.

 

Oktober 1948

 

6. Oktober: Kartoffeln können markenfrei abgegeben werden.

28. Oktober: Protestversammlung der Gewerkschaften gegen Preistreiberei mit anschließenden Ausschreitungen.

30. Oktober: Ein Ausgeh- und Versammlungsverbot wird von der Militärregierung erlassen.

 

November 1948

 

6. November: Aufhebung des Ausgehverbots.

22. November: Auf Anordnung der Militärregierung werden 4 Stuttgarter Fabriken abmontiert.

 

Dezember 1948

 

3. Dezember: Eröffnung der Rosensteinbrücke ermöglicht zweigleisigen Verkehr.

 

 

 

 

 

 

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