Feuerbacher Harry
Feuerbacher Harry

Der Bauwichgang

Im 2. Weltkrieg mußte in Luftschutzkellern ein sogenannter Brandmauer Durchbruch zum nächsten Keller gemacht werden. Man erstellte also eine bestimmte Öffnung und mauerte die aber danach mit einfachem Kalkmörtel wieder zu. Sollten bei einem Bombenangriff die Schutzsuchenden den Keller aus irgendwelchen Gründen wie z.B. Feuer, verlassen müssen konnten sie einfach die Mauer zum Nachbarn eindrücken und waren wieder in Sicherheit.

 

Brandmauer Durchbruch

Aber was war zu tun, wenn zwischen 2 Häusern ein Abstand von 2-3 oder 4 Metern war? Diesen Abstand nennt man in Baden Württemberg den "Bauwich".

Man mußte also zwischen den beiden Häusern einen Verbindungsgang bauen, den "Bauwichgang".  Man fertigte einen Graben und erbaute aus Betonfertigstelen, die oft auch vor Ort erst betoniert wurden, einen Gang. Danach wurden wie auch schon beim Brandmauer Durchbruch die beiden Häuser verbunden. Wie man auf den Bildern sieht hat man danach auch schon Bauschutt zum verfüllen des Grabens benutzt.

 

 

Bauwichgang mit Betonstelen

Sehr oft kannn man in vielen Kellern noch die zugemauerten ehemaligen Eingänge sehen.

zugemauerter Bauwichgang

Immer mehr dieser Verbindungen geraten in Vergessenheit, weil die Erbauer gestorben sind. Die meißten dieser Bauwichgänge wurden nie verfüllt oder entfernt. Und so, wie man auch auf dem Bild sehen kann, kommt es zu Störungen in den Kellern durch eindringendes Wasser. Ncht immer sind die zugemauerten Eingänge so gut zusehen wie in dem Keller auf dem Bild.

wenige Gänge wurden so elegant wie auf dem unteren Bild zu sehen gebaut.

 

Das Bild eines Bauwich Gangs in Eiform aus Betonstelen in Feuerbach

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