Feuerbacher Harry
Feuerbacher Harry

Luftschutz Keller

Als die Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zunahmen wurden die Städte in Deutschland in Kategorien ihrer Gefährdung eingeteilt. Stuttgart gehörte zur höchsten Stufe weil  hier sehr viel Industrie vorhanden war, vor allem auch in Feuerbach. Es gab hier einen Metalverarbeitenden Betrieb der als nazionalsozialistischer Musterbetrieb geehrt wurde. der Werkluftschutz war vorbildlich und konsequent ausgebaut. Beim Abbruch entdeckten wir den Keller des ehemaligen Wohnhauses des Besitzers, direkt neben der Fabrik.

Unter dem Heizkessel fanden wir einen mustergültig eingerichteten Luftschutzkeller. Der Schutzraum verfügte über eine Gasschleuse zum Schutz gegen Giftgas. Ein Handbetriebener Lüfter mit Schwebstoff und Aktivkohlefilter ist vorhanden.An der Wand neben dem Lüfter war ein Pendel angebracht, das den Takt der Hebelbewegungen vorgab. Klapptisch, Klappritschen zum Schlafen. Telefon Anschluß war vorhanden, ebenso ein Notausstieg. Nebenan fanden wir ein Schwimmer gesteuertes Löschwasserbecken und jedes Fenster im normalen Keller hatte ein individuell angepasstes Blech zum Verdunkeln.

Nur der Umstand, dass die Kellerwände von einer überbauten Betonplatte verdeckt waren, führte dazu dass der Raum unentdeckt 70 Jahre seinen Dornröschen Schlaf schlafen durfte und alles noch da und so gut erhalten blieb. Die Gegenstände wurden geborgen und eingelagert.

 

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