Feuerbacher Harry
Feuerbacher Harry

 

 

 

 Der legendäre Kommandobunker auf dem Killesberg

 

 

 

 

 

Zur Reichsgartenschau wurde 1939 auf dem Killesberg der sogenannte Kommandobunker gebaut. Es ist dabei niemandem aufgefallen dass hier nebenher ein Bunker gebaut wurde. In diesen Bunker wurden verschiedene Stabstellen eingerichtet u.a. auch der Flaksender Ulrike. Die Wehrmacht, die Polizei, die Tws, ein Lotsendienst und später die Jäger Leitstelle waren hier untergebracht.

1943 mußte auf Anweisung der NSDAP Ortsgruppe ein ziviler Schutzstollen angebaut werden. Man baute von beiden Seiten. Der Stollen wurde aber nicht ganz fertig weil die Baufirma abgezogen wurde um bei einer Untertage Verlagerung mit zu bauen.

Am 20. April 1945 wurde der Stollen von den Stabsstellen verlassen, die nach Oberbohingen verlegt wurden. Gauleiter Murr setzte sich an diesem Tag Richtung Donau Stellung ab.

Als die französiche Armee diesen Stollen fand vermuteten sie noch Wiederstands Gruppen im Bauwerk und haben es praktisch gestürmt. Noch heute findet man die Einschußlöcher und viele Patronenhülsen. Der im Stollen befindliche Safe wurde gesprengt, dabei ist auch noch eine Mauer halb eingefallen.

Viele Gerüchte und Geschichten kursieren über diesen Stollen Angeblich wurde hier ein Polizist erschossen, es gab noch Kämpfe, etc. Wenn man den Bericht des Herrn aus Australien liest und weiß dass viele Geschoß Hülsen 8x57, 1936, charge 18, P 370, Hersteller Hugo Schneider, Berlin, gefunden wurden könnte es doch noch Kämpfe im Stollen gegeben haben.

Im August 1945 sprengten die Amerikaner die Zugänge. 1980 wollte die Stadt hier ein Ausweichsquartier für die Stadtverwaltung schaffen. Die Eingänge wurden wieder freigelegt und mit Spritzbeton gesichert. Das Ende des kalten Krieges beendete diese Bemühungen und das Bauwerk geriet in Vergessenheit.

Heute kann man es aus Sicherheitsgründen leider nicht mehr begehen.

 

Ein Herr aus Australien schrieb mir: Ich wurde im Dezember 1944 geboren und lebte im Holbeinweg. Wir hielten uns oft bei der Kochenhofschule auf. Einige ältere Jungs kannten den Stollen und einige von uns gingen dann auch mal rein. Es muß in den frühen 50er Jahren gewesen sein. Wir fanden blutige Binden, Munition und ungeöffnete Kisten darin. Da wir aber große Angst hatten, sind wir gleich wieder raus.

 

Bilder....

Aktuelles